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InnungsApp — User Personas
Persona 1: "Sabine" — Innungsgeschäftsführerin
Alter: 47 | Ort: Stuttgart | Innung: Innung Elektrotechnik Region Stuttgart (180 Mitglieder)
Biografie
Sabine arbeitet seit 12 Jahren als Geschäftsführerin der Elektrotechnik-Innung. Sie hat die Stelle damals von ihrem Vorgänger übernommen und sich alles selbst beigebracht. Sie ist die zentrale Ansprechperson für alle 180 Mitgliedsbetriebe — von der Beitragserhebung bis zur Organisation der Gesellenprüfungen.
Ein typischer Tag
- 07:30 Uhr: E-Mails checken — 3 Anmeldungen für den nächsten Kurs per E-Mail, 2 Telefonanfragen wegen Mitgliedsbeiträgen
- 09:00 Uhr: Excel aktualisieren — neues Mitglied, altes ausgetreten
- 11:00 Uhr: Rundschreiben als PDF erstellen, an E-Mail-Verteiler schicken, hoffen dass alle es sehen
- 14:00 Uhr: Teilnehmerliste für die Innungsversammlung — verschiedene WhatsApp-Nachrichten zählen
Ziele
- Verwaltungsaufwand reduzieren
- Sicherstellen, dass alle Mitglieder wichtige Infos erhalten
- Mehr Zeit für echte Aufgaben statt Koordination
Frustrationen
- "Ich weiß nie, ob das Rundschreiben gelesen wurde."
- WhatsApp-Gruppen sind DSGVO-Problem, aber Mitglieder wollen es trotzdem
- Excel ist auf ihrem Laptop — wenn sie krank ist, kommt niemand ran
- Mitglieder rufen sie für Infos an, die sie selbst nachschlagen könnten
- Lehrstellenliste auf der Website ist immer veraltet
Tech-Affinität
Mittel. Nutzt täglich Office, E-Mail, WhatsApp. Hat kein Interesse an komplexen Tools. Will klare, einfache Lösungen.
Zitat
"Wenn ich eine neue Software einführe, muss ich auch noch die 180 Mitglieder beibringen, wie sie funktioniert. Das ist das Eigentliche."
Was sie von InnungsApp erwartet
- Zeitersparnis bei Routinetätigkeiten (Min. 3h/Woche)
- Endlich wissen, wer Mitteilungen gelesen hat
- Mitglieder können selbst nachschauen statt anzurufen
- DSGVO-konforme Alternative zu WhatsApp
Persona 2: "Markus" — Innungsmitglied (Betriebsinhaber)
Alter: 52 | Ort: Esslingen | Betrieb: Müller Sanitär GmbH (8 Mitarbeiter, 2 Azubis)
Biografie
Markus hat seinen Betrieb vor 18 Jahren von seinem Vater übernommen. Handwerk ist für ihn Leidenschaft. Er ist Mitglied der SHK-Innung seit Anfang an. Die Innung schätzt er für die Geselligkeit und die gemeinsame Interessenvertretung — nicht für ihre Digitalisierung.
Ein typischer Tag
- 06:00 Uhr: Auf der Baustelle. Kein Laptop, nur Smartphone
- 10:00 Uhr: Kurze Pause — WhatsApp-Nachrichten checken
- 12:00 Uhr: Mittagspause im Büro. E-Mails. Meist zu viele, überfliegt sie
- 14:00 Uhr: Zurück auf Baustelle
- 17:00 Uhr: Bürokram, Rechnungen, nächsten Tag planen
Ziele
- Seinen Betrieb und seine Azubis sauber managen
- Neue Azubis finden — er hat seit 2 Jahren eine unbesetzte Stelle
- Informationen von der Innung schnell und einfach bekommen
Frustrationen
- "Ich vergesse Innungstermine, weil die E-Mail im Spam landet."
- Azubi-Suche über die Innung ist kompliziert — Formular ausfüllen, auf Website warten
- Hat keine Zeit für langsame digitale Prozesse
- Will keine zehn verschiedenen Apps
Tech-Affinität
Niedrig bis mittel. Nutzt Smartphone intensiv (WhatsApp, Google Maps, Bankapp). Hat keinen Laptop auf der Baustelle. Hates Apps die mehr als 2 Klicks brauchen.
Zitat
"Ich brauche das auf dem Handy, einfach. Wenn es kompliziert ist, mache ich es nicht."
Was er von InnungsApp erwartet
- Push-Notifications für wirklich wichtige Neuigkeiten
- Einen Azubi finden über die Innung (Lehrlingsbörse)
- Schnell sehen, wann der nächste Innungstermin ist und sich anmelden
Persona 3: "Lukas" — Azubi-Bewerber (Gen Z)
Alter: 16 | Ort: Heilbronn | Schulform: Realschule (Klasse 10)
Biografie
Lukas interessiert sich fürs Handwerk — sein Onkel ist Elektriker, und Lukas hat ihm manchmal geholfen. Er weiß aber nicht genau, was er machen will. Er googelt manchmal "Ausbildung Elektriker", landet auf veralteten Websites der Innung mit kaputten Links.
Verhalten
- 5+ Stunden täglich auf dem Smartphone
- TikTok, Instagram, YouTube, Snapchat
- Hat noch nie einen "formellen" Bewerbungsprozess erlebt
- Würde keinen CV auf Papier schicken — kennt das Konzept kaum
- Entscheidet visuell und emotional, nicht rational
Ziele
- Einen coolen Ausbildungsplatz finden, der zu ihm passt
- Herausfinden, was Handwerk-Berufe wirklich bedeuten (nicht Theorie, sondern Praxis)
- Möglichst wenig Aufwand für die Bewerbung
Frustrationen
- Websites der Innungen / Betriebe sind hässlich und unübersichtlich
- "Bewerbung per Post? Wer macht das noch?"
- Keine echten Bilder oder Videos vom Arbeitsalltag
- Tabellarischer Lebenslauf fühlt sich wie Chinesisch an
Tech-Affinität
Sehr hoch (Konsument). Erwartet mobile-first, visuell, schnell.
Zitat
"Wenn ich auf einer Website surfe und es sieht aus wie 2005, gehe ich sofort weg."
Was er von InnungsApp erwartet (Azubi-Modul)
- Videos von echten Azubis, die ihren Job zeigen
- Transparente Vergütungsinfo ("Was verdiene ich wirklich?")
- 1-Click Bewerbung: kein PDF, kein Lebenslauf — ein Profil reicht
- Antwort vom Betrieb per Chat
Persona 4: "Fatima" — Azubine (im 2. Lehrjahr)
Alter: 18 | Ort: Mannheim | Beruf: Anlagenmechanikerin SHK
Biografie
Fatima ist im 2. Lehrjahr ihrer SHK-Ausbildung. Sie mag ihren Job, aber das Berichtsheft nervt sie massiv. Jeden Abend schreibt sie mit der Hand rein, was sie tagsüber gemacht hat. Manchmal vergisst sie es.
Ziele
- Ihre Ausbildung erfolgreich abschließen
- Den Berufsschulstoff nachvollziehen
- Weniger Papierkram
Frustrationen
- "Das Berichtsheft ist so ein Aufwand. Ich mache das spät nachts."
- Prüfungsvorbereitung: Es gibt keine gute App für SHK-Fachwissen
- Termine der Innung (Lossprechung, Zwischenprüfung) erfährt sie vom Betrieb, nicht direkt
Was sie von InnungsApp erwartet (Post-MVP)
- Digitales Berichtsheft: Fotos machen, Sprachnotiz, fertig
- Prüfungsfragen als tägliches Quiz
- Push-Notification bei ihren Innungsterminen
Persona 5: "Georg" — Obermeister
Alter: 64 | Ort: Freiburg | Funktion: Obermeister Dachdecker-Innung Südbaden
Biografie
Georg ist seit 8 Jahren Obermeister. Er führt den Vorsitz ehrenamtlich neben seinem eigenen Betrieb (15 Mitarbeiter). Er repräsentiert die Innung nach außen, hält Reden bei Freisprechungen, verhandelt mit der HWK.
Ziele
- Die Innung modernisieren, ohne die Tradition zu verlieren
- Dem Vorstand regelmäßig Rechenschaft über den Mitgliederservice ablegen
- Ein attraktives Bild der Innung nach außen zeigen
Frustrationen
- Keine Übersicht, wie viele Mitglieder aktiv sind
- Muss für Statistiken die Geschäftsführerin anrufen
- "Ich will zeigen, dass unsere Innung digital ist. Aber womit?"
Was er von InnungsApp erwartet
- Repräsentatives Auftreten der Innung mit Logo und Farben
- Einfaches Reporting für den Vorstand
- Lehrlingsbörse als Aushängeschild nach außen